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Gesund arbeiten im Call Center

Gute Arbeitsgestaltung im Kunden- und Service-Center

Fachtagung für Interessenvertretungen im Kundenservicebereich und in Call Centern im Rahmen der Internationalen Kongressmesse Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin A+A vom 18. – 21. Oktober 2011 in Düsseldorf veranstaltet vom bundesweiten Netzwerk der gewerkschaftlichen Beratungsstellen (TBS-Netz) in Kooperation mit dem DGB und den Branchengewerkschaften ver.di und IGM


Gesund arbeiten im Call Center -
Gute Arbeitsgestaltung im Kunden- und Service-Center

Die diesjährige Tagung für Betriebs- und Personalräte aus Dienstleistungs-Call Centern und Kunden- und Service-Centern fand im Rahmen der weltgrössten Arbeitsschutzmesse statt und gab damit das Rahmenthema vor: Gesunde Arbeitsbedingungen in Call Centern als Gestaltungsaufgabe der Interessenvertretung und des betrieblichen Gesundheitsschutzes.

Mit der Integration der Call Center Tagung in die A+A-Messe und den internationalen Kongress boten die Veranstalter eine breite Palette von geführten Informationsangeboten in Form von Gesprächsrunden mit Arbeitsschutzinstitutionen und Herstellern, Teilnahme an Vortragsveranstaltungen von Wissenschaft und Praxis, Austausch auf dem Messe-Betriebsräte-Tag des DGB und Empfehlungen auch für die, die sich selbständig ein Bild machen wollten.

Schwerpunktthemen waren:

  • Arbeitsschutzinstitutionen: Rolle und Leistungen
  • Ergonomie und Gestaltung von Call Center-Arbeitsplätzen
  • Psychische Belastungen: Überwachungsdruck,
  • Kennziffernsteuerung und Leistungsdruck, Instrumente der Gefährdungsbeurteilung
  • Gesunde Führung und betriebliche Managementsysteme
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement

Gemeinsam wurden Leitfragen entwickelt, Hilfestellungen zur Nutzung des Angebots gegeben und betreute Rundgänge in thematischen Kleingruppen organisiert. Daneben war Zeit für den gemeinsamen Austausch der Erfahrungen, die Bewertung der Informationen und ihre Konsequenzen für das Handeln der Betriebs- und Personalräte eingeplant.

Auf einhellige Ablehnung der etwa 40 ExpertInnen aus Call- und Service- Centern stieß der aktuelle „Gesetzesentwurf zum Beschäftigtendatenschutz“ der Bundesregierung. Dieser sieht eine nahezu uneingeschränkte Erlaubnis zum heimlichen Mithören von Telefonaten der dort Beschäftigten vor und geht weit über die für sonstige Arbeitnehmer geltenden und an sich schon problematischen Regelungen hinaus. Der. Entwurf der Bundesregierung mit seiner Aushöhlung des Datenschutzes und der Erleichterung von Leistungs- und Verhaltenskontrollen wird die bereits jetzt schon gesundheitsgefährdende Praxis der Kontrolle und Überwachung weiter verschärfen. In einer Resolution schliessen sich die TeilnehmerInnen der Fachtagung für Interessenvertretungen aus Call- und Service-Centern daher der Kritik des DGB an dem geplanten Abbau des Arbeitnehmerdatenschutzes an und erwarten vom Gesetzgeber, dass dieser nicht umgesetzt wird. Im Zweifelsfall wäre gegenwärtig keine Neuregelung des Arbeitnehmerdatenschutzes besser als eine Verschlechterung, wie sie die Bundesregierung in ihrem Entwurf verfolgt.

Dokumentation der Fachtagung und Resolution zum Entwurf des Beschäftigtendatenschutzgesetzes auf der Tagungswebsite.


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Ansprechpartner

Information zur Tagung:

Ulrich Beiderwieden,
ver.di-Bundesvorstand,
Tel.: 030 / 69 56 - 285
Klaus Heß,
TBS beim DGB NRW
Tel.: 0211 / 17 93 10 - 14
Gerd Schweizer,
Arbeitnehmerkammer
Bremen
Tel.: 0421 / 3 63 01 - 959

Links zu den Dokumentationen der bisheringen Veranstaltungen:

Fachtagung 2013
Fachtagung 2011
Fachtagung 2010
Fachtagung 2009
Fachtagung 2007
Fachtagung 2006
Fachtagung 2005
Fachtagung 2004


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